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Warum MPU oder ein ärztliches Gutachten?

Du bist im Straßenverkehr angehalten worden. Man hat bei dir Spuren von Drogen im Urin und/oder im Blut festgestellt. Die Führerscheinstelle geht nun davon aus, dass du nicht geeignet bist, am motorisierten Straßenverkehr teilzunehmen. Daher wird sie von dir ein ärztliches Gutachten oder eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) einfordern. Welche dieser beiden Untersuchungen du absolvieren musst, liegt im Ermessen der Führerscheinstelle, die dies nach Vorliegen der Testergebnisse entscheidet. Mit der MPU sowie dem ärztlichen Gutachten kannst du die Zweifel an deiner Eignung für eine Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr ausräumen.

Was kannst du machen?

Wenn bei dir Drogen- oder Alkoholkonsum nachgewiesen wurden, solltest du dich im Idealfall sofort an eine Beratungsstelle wenden. Die Beratungsstellen helfen dir gerne weiter und unterstützen dich mit vorbereitenden Gesprächen dabei, ein ärztliches Gutachten oder die MPU bestehen zu können.

Warum Urinkontrollen?

Wenn du die Untersuchung bestehen willst, solltest du nachweisen können, dass du über einen vorher festgelegten Zeitraum (ein halbes oder ganzes Jahr) keine Drogen mehr genommen hast. Wenn du Urinkontrollen machen willst, solltest du wissen, dass du entweder vier Kontrollen im halben Jahr oder sechs Kontrollen in einem ganzen Jahr abgeben musst. Dies hängt davon ab, was die Führerscheinstelle fordert. Die Preise für die einzelnen Kontrollen bewegen sich zwischen 100 und 150 €, je nach Anbieter. Insgesamt also 400 bis 900 €.

Hatte bis zum 01.05.2014 die Beratungsstelle, bei der du die Vorbereitung auf deine MPU durchführst, auch die Urinkontrollen erledigt, ist dies jetzt nicht mehr möglich. Du musst zu einem akkreditierten Labor, in dem die Screenings durchgeführt werden. Die Beratungsstellen können dir in der Regel eine Laboradresse vermitteln.

Warum vorbereitende Gespräche?

Grundvoraussetzung zum Bestehen einer MPU ist es, sich vorher mit seinem Drogenkonsum auseinander zu setzen. Die Psychologen möchten bei einer MPU von dir wissen, warum du Drogen genommen hast, wie es überhaupt dazu gekommen ist, was sich geändert hat und vieles mehr. Die Beratungsstellen können dich dabei unterstützen, deine Haltung zum Drogenkonsum zu verändern. Du solltest natürlich auch wissen, was in der Untersuchung sonst noch auf dich zukommt. Für die Vorbereitung auf eine MPU ist es notwendig, etwa zehn Gespräche in einer Beratungsstelle zu führen.

Was musst du noch machen?

Solltest du zum Zeitpunkt der Verkehrskontrolle im Besitz einer Fahrerlaubnis auf Probe gewesen sein, musst du vor der MPU noch ein „besonderes Aufbauseminar“ nach § 2 des Straßenverkehrsgesetzes absolvieren.

Wenn du die vorbereitenden Gespräche, eventuell ein „besonderes Aufbauseminar“ und die Urinkontrollen abgeschlossen hast, musst du bei der Führerscheinstelle einen Antrag auf Neuerteilung deiner Fahrerlaubnis stellen. Die Führerscheinstelle wird dich fragen, bei welchem Institut du deine MPU machen möchtest. Wenn du dich entschieden hast, sendet die Führerscheinstelle deine Führerscheinakte zu diesem Institut. Sobald deine Akte bei der MPU-Begutachtungsstelle eingegangen ist, wirst du aufgefordert, vorab die Kosten für die Untersuchung zu bezahlen (ca. 500 €). Erst dann bekommst du einen Termin. Auch hier kann dich die Drogenberatungsstelle unterstützen, diesen komplizierten Weg ohne Probleme zu meistern.

Welche Vorteile hat dieses Vorgehen für dich?

Der oben genannte Weg ist kein Muss, aber all die Vorschläge helfen dir, dich gut vorzubereiten. Damit hast du gute Chancen, die Untersuchung gleich beim ersten Mal zu bestehen.

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Die Broschüre „Check, wer fährt“ steht hier zur Ansicht, zum Download und zur kostenfreien Bestellung.

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In großen Mengen ab 15 Exemplaren ist sie beim Drogenreferat der Stadt Frankfurt erhältlich.

Einzelbestellungen und Mengen bis 15 Exemplare richten Sie bitte an die Fachstelle Prävention.

Die Broschüre ist hier als PDF-Version abrufbar.

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