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Medikamente

Arzneimittel im Straßenverkehr

Ihr seid erkältet und nehmt dagegen ein Medikament? Überlegt ihr jedes Mal, ob ihr nach der Einnahme Auto, Motorrad oder Fahrrad fahren dürft?

Drei bis zehn Prozent aller Unfälle werden durch Medikamente verursacht, andere Statistiken sagen sogar, dass jeder fünfte Unfall unter Einwirkung von Medikamenten passiert.

Fragt daher euren Apotheker oder Arzt, ob das, was ihr einnehmt eure Fahrtüchtigkeit beeinflusst.

Wenn du dich ans Steuer setzt oder als Radfahrer am Verkehr teilnimmst, bist du nach der Straßenverkehrsordnung selbst dafür verantwortlich, dass du voll fahrtüchtig bist; ein Aspekt, den du vor jeder Teilnahme am Straßenverkehr selbst verantwortungsvoll beurteilen musst.

Sehr unterschiedliche Wirkung: Schmerzmittel

Viele der üblichen Schmerzmittel wie Acetylslicylsäure (Aspirin), Paracetamol oder Metamizol haben keine oder sehr geringe Auswirkungen. Ibuprofen kann in höherer Dosierung Müdigkeit und Schwindel hervorrufen. Der Wirkstoff Diclofenac kann bei manchem Verkehrsteilnehmer die Aufmerksamkeit durch Magenprobleme erheblich senken. Wenn ihr stark wirksame Schmerzmittel braucht, die u. a. Codein oder Morphium enthalten: Lasst euer Verkehrsmittel besser stehen!

Studie: In Deutschland werden immer mehr starke Schmerzmittel verschrieben

Eine Untersuchung des Deutschen Arzneimittelprüfungsinstituts (DAPI) ergab bei der Verschreibung von starken Schmerzmitteln in den letzten sechs Jahren eine Steigerung von über 50 Prozent. Vor allem opiathaltige Schmerzmittel können die Fahrtüchtigkeit auch bei ordnungsgemäßer Einnahme stark beeinträchtigen. Reduzierte Aufmerksamkeit und verlängerte Reaktionszeiten können die Folge sein. Lies also sorgfältig den Beipackzettel durch. Auch im Zweifelsfall ist es besser, nach der Einnahme nicht aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen.

Weitere Infos findest du hier:

Oft übersehen: Auswirkungen von Erkältungspräparaten, Mitteln gegen Allergien und Reisetabletten

Medikamente gegen Erkältung machen oft müde. Das zugesetzte Coffein soll genau diese Dämpfung auffangen und aufmuntern. Nachteilig daran ist, dass man sich durch die „aufputschende“ Wirkung überschätzt. Hört die Wirkung des Coffeins auf, ist die Müdigkeit umso größer. Die gleichen Stoffe sind in den üblichen Reisetabletten enthalten. Hier solltet ihr gezielt nachfragen, ebenso bei Mitteln gegen Allergien, die je nach Stoff sehr unterschiedlich wirken. Auch aufpassen solltet ihr bei Präparaten gegen Übelkeit, Erbrechen und Schwindel!

Jeder ist anders

Eine generelle Bewertung eines Medikaments – in dem Sinn, dass bei einer definierten Dosis die Fahrsicherheit eine bestimmte Zeit eingeschränkt ist – kann keiner geben, dies ist von verschiedensten Faktoren jedes Einzelnen abhängig.

Immer gefährlich: Alkohol in Kombination mit Medikamenten

Alkohol oder Drogen in Kombination mit Medikamenten wirken sich meist durch intensive Verstärkung des Arzneimittels und der Nebenwirkungen aus. Wenn ihr dazu Fragen habt: Fragt euren Arzt oder Apotheker, er berät euch gerne! Weiterführende Infos gibt´s hier

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Wie gut kennst du dich aus mit dem Thema Alkohol-, Drogen- und Medikamentenkonsum am Steuer?

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Die Broschüre „Check, wer fährt“ steht hier zur Ansicht, zum Download und zur kostenfreien Bestellung.

Booklet »check, wer fährt«

In großen Mengen ab 15 Exemplaren ist sie beim Drogenreferat der Stadt Frankfurt erhältlich.

Einzelbestellungen und Mengen bis 15 Exemplare richten Sie bitte an die Fachstelle Prävention.

Die Broschüre ist hier als PDF-Version abrufbar.

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